“Papier ist Wirklichkeit”

Auch wenn ich den Spruch nicht unterschreiben würde, das eigene Werk auf der Seite 1 der FAZ zu sehen ist schon eine besondere Faszination. Heute im Print, Montag dann wohl hier nun online.

Nochmal blau

Nachdem am Mittwoch die wasserfeste Kamera in der Hektik des Aufbruchs im Bademantel in der Blauen Lagune blieb, mussten wir leider leider nochmal hin sie einzusammeln… Hier sind die Bilder (die Kamera hat so ein paar Eigenarten, u.a. mangelnde Schärfe und das sich Tropfen am unteren Rand des Objektivgehäuses sammeln), dafür war sie billig und ist wasserdicht).


Gemütliches Lesen im warmen Wassern, in den Vulkanfelsen.


Das Geothermie-Kraftwerk am anderen Ende der Lagune aus dessen Abfluss sich das Bad speist.


Sonnenuntergang hinter dem Lavahang.

Berge im Morgenlicht

Die Sonne geht hier gerade so kurz nach 10 auf und steigt selbst zur Mittagszeit nicht weit über den Horizont. Das flach einfallende Licht führt zu unglaublichen Farbspielen, die die Kamera nur unvollkommen wiedergeben kann. Das Land und der Himmel sind endlos weit, grenzenlos und uralt.

Bergpanorama
Als Gigapan zum drinrumzoomen hier

Überland


Die Spalte zwischen Amerikanischer und Eurasischer Kontinentalplatte


Interessant sind die unterschiedlichen Gesteinsarten der beiden Platten.


Teils zugefrorener Wasserfall an der Kontinentalspalte


Abgefahrene Farben von Gesteinsschichten, die (soweit wir sehen konnten) für den Strassenbau abgebaut werden.


Geysir Strokkur, spuckt alle paar Minuten. Mit dem abfliessenden warmen Wasser kann man sich dann die an der Kamera beim Lauern auf den Ausbruch festgefrorenen Hände wieder auftauen.

Gullfoss-Wasserfall

Es war da ungefähr so kalt, wie es aussieht. Eisiger Wind, alles vereist und zugefroren. Die Strasse weiter Richtung Gletscher nur noch mit Sonderfahrzeugen befahrbar. Aber wie man sieht hat sich er Weg gelohnt…

(in hoher Auflösung auch hier verfügbar.

Kleinigkeiten

Stromauto steckdose mit reservierten Parkplätzen.

Ziemlich schicker Multitouch-Tisch in einem Museum, das die früheste nachgewiesene Besiedlung ca. 872 darstellt.

Blau machen

Blau machen geht wohl nirgendwo so gut wie in der Blauen Lagune. Gelegen im Lava-Nirgendwo zwischen Reykjavik und Kevlavik plätschert ein riesiger Pool aus Schwefel-Silikat-Geothermiewasser, der ursprünglich das Abwasser eines Erdwärmekraftwerks war. Mitlerweile wurde der Pool verlegt (das Kraftwerk wurde vergrößert) und um einen luxuriösen Gebäudekomplex für Umkleiden, Resataurant etc. ergänzt.

Das Wasser ist milchigblau und der mitgetragene Silikatschlamm lagert sich auf allen Oberflächen zu einer weißen, glatten Schicht ab. Selbst raues, schwarzklüftiges Lavagestein sieht aus wie glasiert. An verschiedenen Stellen wird frisches, heißes Wasser in die Lagune gepumpt, so daß man sich schwimmplantschflollopend zwischen wärmeren und kälteren Zonen bewegen kann. Saunen gibt es auch und am Ende bleibt die Frage ob es irgendwo eine noch schönere Warmplantsche gibt. Ich habe Zweifel.

Stadtrundgang


Ausblick hinter dem Hotel


Es ist relativ hügelig hier…


Das Leif-Ericsson-Denkmal


Die dauzugehörige Kirche. Der Baustil ist leicht gewöhnungsbedürftig.


Lustige kleine Häuser gibt es immer wieder in der fast durchweg niedrigen Bebauung. Typischerweise mit Wetterverkleidung aus Wellblech.


Eines der sichtbaren Zeichen der Bankenkatastrophe. Ein sinnloser Glaskasten, praktisch leerstehend.


Spannende Kombination von Kunst und Bildung. Ich überlasse es mal dem geneigten Leser, die Bedeutung zu erraten. Hinten rechts im Bild ist eines der wenigen Stücken Eisenbahngleis auf der Insel.


Noch mehr Kunst, dieses mal am Bau. Die Ähnlichkeit mit verschiedenen Stilvarianten des sozialistischen Realismus ist frappierend..