Alternativlos 8 & ein kleiner Technikteil

Bei Alternativlos Folge 8 (grad frisch online) haben wir zum ersten Mal einen Gast dazugeholt. Wir haben uns mit Markus Kompa hingesetzt und mal eine Runde über Geheimdienst-Geschichte und -Geschichten geklönt. Das war äusserst unterhaltsam, auch wenn ich an dem Tag reisebedingt etwas durch war. Gerade die Stories über den Illusionskünstler in CIA-Diensten nochmal mit einem Zauberer zu debattieren fand ich sehr interessant und lehrreich.

Da das mit Markus sehr spassig war werden wir zukünftig immer mal wieder einen Gast als Gesprächsteilnehmer zu Alternativlos einladen.

Technisch wurde das möglich durch ein Upgrade der Aufnahmehardware. Dank der reichlichen Flattr-Spenden konnten wir ein Zoom R24 erwerben, das sich nach umfänglicher Recherche geradezu als Traumgerät für unsere Bedürfnisse herausgestellt hat. Zuvor hatten wir ein altes Zoom H4 benutzt (gibts nicht mehr, der Nachfolger heisst Zoom H4n). Mit dem internen Micro davon hatten wir die ersten Folgen aufgenommen (mit den allseits bekannten Akustikproblemen). Hörbare Besserung brachte dann die Anschaffung von Beyerdynamic DT297 Kopfhörer/Micro-Headsets. Damit waren wir aber weiterhin auf zwei Aufnahmekanäle beschränkt, es sei denn wir hätten uns mit einem Gast wieder um das interne Micro des H4 gedrängelt.

Die Zielvorgaben fürs Upgrade waren also recht einfach, aber nicht ganz einfach zu erfüllen: mindestens 4 Kanäle Aufnahme mit Phantomspeisung für vernünftige Mikrofone, Betrieb unabhängig von einem Computer und wenn möglich auch unabhängig von einer Steckdose, rucksackkompatible Größe damit wir den Ort der Aufzeichnung ohne allzu viele Beschränkungen wählen können, 24bit-Recording und natürlich ein Flattr-kompatibler Preis unterhalb eines kleinen Verteidigungshaushaltes. Das Zoom R24 ist erst seit ziemlich kurzer Zeit auf dem Markt und erfüllte nicht nur unsere Kriterien, er bringt sogar bis zu 6 Kanäle mit Phantomspeisung mit und lässt sich wahlweise auch als Audio- und Controlinterface an einen Rechner per USB hängen. Für unsere Bedürnisse sind wir damit hochzufrieden.

Das nächste Upgrade sind nun noch zwei Beyerdynamik-Headsets für Gäste, damit wir nicht wie bei Markus Kompa mit einem von der Raumfahrtagentur geborgten Großmembran-Mikro hantieren müssen, was doch sehr heterogene Klangeindrücke für die verschiedenen Teilnehmer ergibt.

Einziges Manko, daß aber derzeit kein portables Gerät auf dem Markt lösen kann, ist die mangelnde Anzahl Kopfhöreranschlüsse am R24. Wie auch schon am H4 verwenden wir da einen preiswerten Kopfhörerverstärker, der das Signal auf bis zu vier Ausgänge verstärkt abliefert.

Mit der präzisen Aussteuerung und dem korrekten Nachbearbeiten sind wir noch ein wenig am basteln, aber das wird schon noch.

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