Am [[Rubikon]] des Weltwissens
Nachdem ich über das Chaosradio zur Wikipedia-Debatte letzte Woche eine Runde in Ruhe nachdenken konnte, scheint es mir sinnvoll, mal eine Vision und einen konkreten Vorschlag für die Diskussion bei der Wikimedia am Donnerstag zu formulieren.
So wie sich mir die Lage darstellt, ist insbesondere die deutsche Wikipedia in einem grandiosen Zielkonflikt gefangen, der sich mit den jetzigen Strukturen und Regeln nicht auflösen läßt.
Der postulierte Anspruch, die neue, verläßliche Universal-Enzyklopädie mit hohen Qualitätskriterien zu werden, ist ein ehrenwertes Ziel. Angesichts des unaufhaltbaren Verröchelns der gedruckten Enzyklopädien gibt es ganz klar eine klaffende Lücke, die gefüllt werden muß. Nachdem Brockhaus, Meyers & Co. kein Geschäftsmodell mehr haben, fällt diese Aufgabe offensichtlich der Wikipedia zu. Der Sieger über den alten Herrscher wird der neue. Damit scheint ein Teil der derzeit aktiven Wikipedianer auch ganz zufrieden zu sein, mit berechtigtem Stolz auf den eroberten Mantel des alten Lexikon-Kaisers. Sicher, es gibt gewisse Zweifel darüber, wen oder was man ohne Papiervorbild als Relevanzreferenz nehmen soll, aber das wird sich schon noch klären. Auch wenn eine Enzyklopädie nie mit wissenschaftlicher Zitierbarkeit geadelt werden kann (sie sammelt per Definition nur Sekundärwissen und faßt zusammen), so wäre es doch schön, gäbe es verläßliche Zusammenfassungen plus beständige, zitierfreundliche Verweise auf die Primärquellen zu Themen von langfristiger Bedeutung.
Dummerweise kollidiert diese Zielsetzung mit zwei nicht ganz unwesentlichen Faktoren.
Zum einen ist das alte Wikipedia-Mantra “Everyone can edit!” dafür vollständig ungeeignet. Eine solche echte Enzyklopädie läßt sich in der Tat nicht erstellen und aufrechterhalten, solange ein Großteil der Arbeitskraft der Freiwilligen für Vandalismusbekämpfung draufgeht. De facto hat sich die deutsche Wikipedia von diesem Grundsatz auch schon verabschiedet. Nun heißt es subtil: “Gute Autoren willkommen!” Trotzdem kann noch jeder überall sofort auf “Bearbeiten” klicken und wird in der Illusion gelassen, er könne beitragen. Nur um dann seinen mühsam ziselierten Artikel im Orkus der Löschhölle verschwinden zu sehen und, im Optimalfall, mit einer halben Zeile unverständlicher “Siehe WP:Whatever”-Akronyme als Begründung zurückgelassen zu werden. “Everyone can edit!” ist, genauso wie “Sei mutig!”, mittlerweile nur noch unehrlich, unfair und kaum mehr als ein verlogenes Spendensammel-Argument. Vermutlich ist die Anzahl von Autoren, die eine realistische Chance haben, einen Artikel dauerhaft in der deutschen Wikipedia zu hinterlassen, inzwischen kaum noch größer als es das Autorenkollektiv des Brockhaus zu Bestzeiten war.
Zum anderen ist der Hochwertenzyklopädie-Plan unvereinbar mit dem sich immer lauter und nachdrücklicher artikulierenden Anspruch der Netzgemeinde, daß die Wikipedia das Lexikon des modernen Lebens sein soll, inklusive aller schnelllebigen, popkulturellen und vielleicht erst später wirklich relevanten oder auch abseitigen Themen. Die allgemeine Nutzererwartung ist: “Wenn ich von etwas Unbekanntem höre, will ich als ersten Google-Hit einen Wikipedia-Eintrag sehen, damit ich mich schnell, kompakt und halbwegs verläßlich informieren kann.” Die englische Wikipedia ist die einzige Webseite, die auf dem Amazon Kindle international zugänglich ist. Aus den rauchenden Trümmern des OpenMoko-Projektes ist ein Wikipedia-Gerät entstanden. Das sind nur die Anfänge eines Trends. Die Wikipedia wird ihre Rolle als Lexikon des modernen Lebens nicht verdrängen können.
Ja, laßt uns das Kind beim Namen nennen: Wir wollen eben auch einen Hitchhikers Guide to the Galaxy, nicht nur eine Encyclopedia Galactica.
Aus meiner Sicht gibt es für den Problemkomplex nur eine Lösung: eine zweigliedrige Wikipedia.
1. Eine Enzyklo-Pedia mit echtem Brockhaus2.0-Anspruch, begrenzter Autorenschaft und hohen Relevanz- und Qualitätskriterien.
2. Eine Wiki-Pedia mit entspannten Kriterien, echtem “Everyone can edit!” und klar inkludistischem Programm.
Die Wiki-Pedia benötigt ein grundlegend reformiertes technisches und organisatorisches System, mit Software aus dem 21. Jahrhundert, die heutigen Ansprüchen an webbasiertes Wissens- und Debattenmanagement genügt. Eine Software, die neue Autoren an die Hand nimmt und bestmöglich dabei unterstützt, korrekte Artikel zu verfassen und zu verbessern. Ich würde sogar akzeptieren, wäre eine Minimalregistrierung mit E-Mail-Adresse notwendig, um von vornherein den ganz stumpfen Vandalismus zu minimieren. Ansonsten sollte in der Wiki-Pedia kein Wissen irrelevant sein, sondern ausschließlich nach Korrektheit, Werbefreiheit und Beachtung von Gesetzen und Persönlichkeitsrechten bewertet werden. Entscheidungsstrukturen müssen transparent, Vorgänge und Kriterien einfach verständlich sein.
“Wer soll das denn alles sichten und managen und die Software dafür bauen?”, werfen an dieser Stelle verdiente Wikipedianer ein. Nun, wie wäre es mit all den Leuten, die Ihr in den letzten fünf Jahren verprellt habt? Wenn ich höre, daß selbst viele Autoren im Mentoring-Programm nach ein oder zwei Artikeln aufhören, weil sie keine Lust haben, mehr Arbeit in das nicht-gelöscht-Werden zu stecken, als in den Artikel, sehe ich da ein wirklich großes Potential. Die Frustration all derer, die das “Everyone can edit!” noch ernstnahmen, ist bis dato vernichtete Energie. Und Autoren, die sich in der Wiki-Pedia bewährt haben, fühlen sich sicher geehrt, wenn sie gefragt werden, ob sie an der Enzyklo-Pedia mitwirken wollen. Gute Artikel zu schreiben ist auch einfach Übungssache. Nach welchen Kriterien Artikel und Autoren von der Wiki-Pedia in die Enzyklo-Pedia gelangen, darüber kann man trefflich streiten. Ich maße mir nicht an, dafür einen umfassenden Vorschlag zu unterbreiten, jedoch ist vollkommen klar, daß es einfacher ist, unter motivierten, aktiven Autoren diejenigen zu finden, die was können, als nur Glückstreffer aus einer im Kern frustrierten Masse zu landen.
Ein weiteres Optimierungspotential ist das – nennen wir es mal beim Namen – byzantinische Prinzip, nach dem derzeit Informationen und Diskussionen in der Wikipedia verwaltet werden. Die Software ist dringend überholungbedürftig, und sie braucht ein User-Interface aus diesem Jahrtausend. Auch dafür braucht es Freiwillige, und zwar motivierte Freiwillige. Auf Dauer ist die Anzahl von Leuten, die bereit ist, Zeit und Herzblut in die Wartung und Expansion der Softwarebasis eines reinen Eliteprojektes (und so wird die derzeitige deutsche Wikipedia immer mehr empfunden) zu stecken, gering. Das zeigt sich auch darin, wie lange es dauert, bis selbst minimale Verbesserungen implementiert werden.
Bis wir bei einer zweigliedrigen Wikipedia ankommen, wird es eine Weile dauern. Bis dahin müssen jedoch einige schnelle Maßnahmen ergriffen werden. Als eine erste vertrauensbildende Maßnahme muß der Wikimedia e. V. die Einrichtung und den Betrieb einer Deletopedia für die deutschsprachige Wikipedia bezahlen. Alle Artikel, die wegen Irrelevanz, umstrittenen unbelegten Fakten, oder mangelndem Enzyklopädismus gelöscht werden, müssen dort zu finden sein – und zwar schnell. Wikimedia hat genügend Spendengelder auf der hohen Kante, es kann also keine Ausrede geben, die nicht als lahm erscheint. Falls es bei so einem einfachen Projekt zu “Problemen” und “Verzögerungen” käme, wäre auch noch der letzte Rest Vertrauen verspielt. Dann müssen wir wohl die deutsche Wikipedia forken, und zwar gründlich.
Update: Eine Reihe Kommentare waren leider im Spamfilter hängengeblieben und mußten per Hand befreit werden. Bitte um Entschuldigung und Danke für die Hinweise.
Wer ausser die Paste & Copy Hausarbeitenschreiberlinge braucht Wikipedia? Doch nur eine Generation die glaubt das profundes Wissen aus nur einer Quelle stammt, leicht zu verstehen und immer gleich ist!
Meiner Einschätzung nach sind beide Gehülse Totgeburten. Wikipedia mag sich aktuell noch im Glanz vergangener Tage sonnen. Wie ein Kommentator weiter oben bereits ausführte, wird WP bereits heute gar nicht mehr so “cool” angesehen wie noch vor einigen Jahren. Die Platzhirsch-Allüren der maßgeblichen WP-Cliquen sind berüchtigt, auch in der Welt draußen, wo man vorgeblich neue Autoren gewinnen will, haben sie sich rumgesprochen. Unabhängig davon, ob die aktuelle Entwicklung gewollt ist oder “nur” fahrlässigerweise in Kauf genommen wird, sind schon jetzt zwei Folgen absehbar. Folge eins: Das Artikelwachstum wird zunächst auf einer Plateausohle stagnieren. Dort wird es mehr und mehr zu totem, inaktuellem, nicht weiter gepflegtem und damit nutzlosem Wissen.
Bewältigen lassen wird sich dieser Prozeß – die zweite Folge – nur durch eine Radikal-Schrumpfkur. Anders als die Enzyklo-Pedia, die Frank vorschwebt, wird diese Schrumpfkur allerdings aus der Not geboren sein. Nicht der Anspruch diktiert das Geschehen, sondern der Mangel – der Mangel an Autoren, die man jahrelang vergrätzt hat, der Mangel an Transparenz und der Mangel an Bereitschaft, die Ideen neuer Leute zu diskutieren. Ergebnis: die WP-Gemeinde schrumpft auf auf die Menge der echten Projekt-Hardliner zusammen. Wikipedia 2020 vermutlich: ein vergleichsweise kleines, elitäres Lexikon, was sich – vielleicht und mit Mühe und Not – an der Informationsvielfalt des ollen Brockhaus messen läßt. Wahrscheinlicher ist, dass nur ein paar Linux-Themen drin sind und ein paar Vorzeigeartikel zu anderen Themen. Ebenso wahrscheinlich sind natürlich die Forks, die Frank ebenfalls prophezeit. Womit wir alle wieder am Anfang wären: Brockhaus hier, Speziallexika da – nur das Ganze digital, für lau (zumindest für die Autoren) und mit den bekannten Manieren gutsherrlich agierender Projekt-Alphatiere.
Wegen mir: gerne forken, enzyklo-pädieren, zum Teufel gehen, oder was auch immer.
@slartan:
Es verlassen sich zu viele Leute blind auf Wikipedia. Punkt, das ist so. Habs oft genug bei Schülern, aber auch Studenten erlebt (oder bei Zeitungen, siehe “Wilhelm” von und zu Guttenberg). Toll finde ich das auch nicht (nein, im Gegenteil, es erschreckt mich, wie wenig den leuten klar ist, wer und was hinter der Wikipedia steht), aber Medienkompetenz zu schaffen ist nicht die Aufgabe der Wikipedia oder des Wikimedia-Vereins, sondern des Bildungswesens und der Erziehung. Und ein separates “inklusionisten-Wiki” unter der Schirmherrschaft der Foundation oder des Vereins würde die Situation nicht verbessern, sondern eher verschlimmern. Die Leute würden den Kram, der dort steht, obwohl er noch weniger glaubwürdig und geprüft ist als in der Wikipedia, wieder blind und blauäugig übernehmen.
Das Problem ist: wir alle, die hier diskutieren, sind es gewohnt, Informationen zu hinterfragen, nachzuhaken, selber nachzuforschen. Das ist auch gut so. Aber wir sind, ums mal knallhart zu sagen, eine Minderheit.
@Felix
dann schreibt man das in dem “inklusionisten-Wiki” doch einfach kurz drüber das man den informationen nicht vertrauen kann das grenzt diese dann auch noch mehr von dem enzyklopädischen wiki ab.
eine verschiebung innerhalb der WP in eine art “muellcontainer” oder auch “inklusionistenwiki” (je nachdem welcher standpunkt) anstatt dem bisher praktiziertem endgueltigen loeschen waere ja schon mal ein enormer fortschritt. wenn man in der “richtigen” WP nichts findet, kann man dann dort weitersuchen, halt mit der gefahr einen artikel ohne “enzyklopaedische” qualitaet zu finden. ob ein ausdruecklicher hinweis darauf dem entgegenwirkt was felix geschrieben hat entgegenwirken kann ist wohl eher unwahrscheinlich.
die relevanz keonnte man ja auch laengerfristig mit artikelzugriffen ueberpruefen….
Ich finde es etwas abwegig, warum es eine Spaltung geben sollte. Vielmehr sollte es doch technisch über Filterung von Inhalten gelöst werden können. In der Suche sollte Wikipedia dann einfach die guten Artikel präferieren und gegebenenfalls schlechte Artikel ausblenden (Qualitätsschwellenwert = Userbeurteilung oder Selbst-Beurteilung der Artikel durch die Autoren), aber mit der Möglichkeit für den User einen “Enzyklopädie-Modus” bei der Suche zu nutzen oder einen “Wiki” Modus (safe-mode: off :D).
Spannend fände ich auch für den qualitativ hochwertigen Teil der Artikel so etwas wie Wissensbäume / Verknüpfungsräume / “Clouds” anzulegen, die wie Inhaltsverzeichnisse dann zum Stöbern im hochwertigen Artikelbereich einladen.
Damit wird dann automatisch auch für die schlechten Artikel-Schreiber ein Anreiz geschaffen die Artikel soweit zu verbessern, dass sie in der Liga der großen mitspielen können. So können dann Artikel vielleicht auch dahingehend “wachsen”, dass die Inhalte nach und nach gewissen Gütekriterien wie Relevanz et. al genüge tun.
Darüber hinaus könnte auch die Aufruf- oder Suchhäufigkeit benutzt werden, um so etwas wie faktische Relevanz von Artikeln zu untermauern.
Social comments and analytics for this post…
This post was mentioned on Twitter by headpulse: @frank_rieger macht sich gute Gedanken zur Wikipedia Diskussion. http://j.mp/a6nQg – Ich habe kommentiert http://j.mp/3dG9WG...
Wenn Fork – dann bitte auf 42.org ;)
Wo gibt es die Antwort? Na klar, auf 42.org, weiss doch jeder.
Das einzige Mem, dass die Wikipedia eindeutig weit überragt.
Aber hier in den Kommentaren sieht es ja doch noch nach Hoffnung auf “nicht-Spaltung” aus – am besten finde ich die Idee mit dem Schieberegler, mit dem man den “Kleingartenfaktor” einstellen kann.
Ausserdem ein Abstimmungssystem für Artikelbewertung.
Und natürlich müssen sich alle Admins mit Realnamen anmelden und ihre ID verifizieren, sind schließlich “Volksvertreter” und Personen öffentlichen Interesses – nix mehr mit Nickname-Hiding in der Admin-Klasse.
Also in einer Liste:
- Schieberegler der Relevanz
- Artikelbewertungssystem
- Admins = Realnamen
…
…
…
Andererseits muss es doch eine Möglichkeit geben die kleinkarierten, einäugigen Enzyklopen loszuwerden – ich bin ja einfach für Realnamen und Abwählen – dann is’ auch nix mehr mit SuckerPuppets aka SockenPuppen.
@Frank
Kompliment, dein Vorschlag ist gut durchdacht und sollte umgesetzt werden.
Wie ich hier lese, gibt es einige Bedenkentraeger. Das ist normal, denn der Mensch ist von Natur aus bequem. Der Mensch ist aber auch von Natur aus bereit, Wissen zu teilen und zur Verfuegung zu stellen, wenn er ernst genommen wird.
Auf das Mitteilen und Teilen von Wissen baut ja Wikipedia eigentlich auf. Doch mit dem Ernstnehmen der Wissenslieferanten sieht es inzwischen truebe aus, was ja auch die Relevanzdiskussionen belegen.
Uebrigens, auch der Duden unterscheidet in zwei Kategorien: Hochdeutsch und Umgangssprache.
Das etwas abgewandelt sollte auch in Wikipedia moeglich sein, so betrachte ich auch Franks Vorschlag.
Ja, und die Software sollte wirklich wirklich mal ueberarbeitet werden. Fuer mich ist sie einfach abschreckend und haelt mich davon ab, mal einen Artikel zu ueberarbeiten oder auch neu zu schreiben.
Ich will einfach nicht erst eine Woche Wikipediaregeln studieren muessen. Das ist langweilig und Zeitverschwendung.
Wer in einem Text erstmals auf ein Wort wie “Tschunk” trifft, möchte er doch nachschlagen können, was das ist. Im Idealfall findet er in der Wikipedia eine hieb- und stichfeste Beschreibung samt verlässlichen Primärquellen. Wenn es doof läuft vielleicht auch nur ein umstrittenes Rezept. Was er aber garantiert nicht brauchen kann ist eine Ansage wie: “Gab’s mal, hat aber nur eine handvoll Spackos wie Dich interessiert. Dafür ist uns der Speicher zu schade. Geh weg!”
Für klassische Themen greife ich gerne mal ins Regal und lese in der Jugendstilausgabe von Mayers Konversationslexikon nach. Wikipedia brauche ich doch für aktuelle Themen und für jene, die in 20 Bände keinen Platz finden konnten.
Platz ist bei der Wikipedia kein Problem. Das ist ja eigentlich ein enormer Vorteil. Warum soll man den nicht nutzen?
Es gibt doch schon den noch gar nicht so alten Ansatz, Artikel zu kennzeichnen, die nicht der konservativen Vorstellung einer traditionellen Enzyklopädie entsprechen. Damit kann man doch ohne weiteres darauf hinweisen, daß ein bestimmtes Thema vorwiegend in dieser oder jener Randgruppe bedeutsam ist.
Es täte niemandem weh, Artikel, die nicht dem Relevanzdogma entsprechen, als solche zu kennzeichnen. Entweder sie werden im Lauf der Zeit auch in dieser Hinsicht besser, oder sie behalten das Label. Wer nachschlägt will Antworten. Wenn er zusätzlich einen Hinweis bekommt, wie fundiert die Antwort ist, um so besser.
Lösung des Streits Inklusionisten vs. Exklusionisten?…
Frank Rieger vom CCC macht einen interessanten Vorschlag zur Lösung des leidigen Löschstreits in der Wikipedia. Aus eins mach zwei, eine Version “Encyclopedia Galactica” und eine “Hitchhiker’s guide to the galaxy”.
Ich persönlich wäre für eine i…
Was eine zweite Wikipedia angeht, bin ich skeptisch.
Ich denke, Ansichten von Menschen dazu, was sie meinen, was man in einem Wiki oder Enzyklopädie lesen sollte, gibt es nahezu so viele wie Menschen. Es müsste multiple Einträge zum gleichen Stichwort geben, die sich nach der Perspektive unterscheiden. Eine mögliche Lösung dazu sind schlicht unterschiedliche Wikis, die jeweils unterschiedliche Perspektiven abbilden und unterschiedlichen Kriterien folgen.
Wir haben mit dem Parteibuch Wiki http://www.mein-parteibuch.com/wiki/ vor ein paar Jahren eine solche Alternative geschaffen und inzwischen schon ein paar Tausend Artikel in unserem Wiki. Wir wollen dabei kritisch sein – kritischer als die Wikipedia – möglichst auf unabhängige Onlinequellen anstelle von Massenmedien zurükgreifen. Wir versprechenuns davon, im Gegensatz zur Wikipedia kein Verstärker der Sichtweise der Massenmedien, sondern ein kritisches Gegengewicht zu den von der Wikipedia für besonders relevant gehaltenen Massenmedien aufzubauen. Auch was die Themenauswahl angeht, wollen wir nicht den Relevanzkriterien folgen, die in der Wikipedia für wichtig gehalten werden, sondern im Gegensatz dazu insbesondere auch Themen, die in Medien von unten wie z.B. Blogs für relevant gehalten werden, behandeln.
Wir möchten auf unseren Inhalten auch nicht sitzen bleiben, und bieten jedem an, unser Parteibuch Wiki zu forken. Regelmäßig automatisch erzeugte Dumps finden sich unter http://www.mein-parteibuch.com/export/
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich mehr Nutzer finden, die lesenswerte Artikel, die in der Wikipedia von Löschung bedroht sind, oder bei denen in Wikipedia Zensur kritischer Aussagen mangels Relevanz erfolgt, diese bei uns ins Parteibuch Wiki rüberkopieren.
Beste Grüße
Ein Katzenfreund
http://www.mein-parteibuch.com/
@Thorsten (falls du das noch liest): Nun, “mostly harmless”, weil der Artikel ja massiv zusammengekürzt, editiert und gelöscht wurde. Da haben wir es doch wieder. ;)
Ach, und der Käfer… naja, hmm… user error?
Aber lassen wir das, kein Plan ob hier überhaupt wer diese Analogien versteht (oder sie jemanden interessieren. Obwohl sie schon passen).
Vielleicht verstehe ich ja etwas falsch, aber wo liegt der Unterschied zwischen der Enzyklo-Pedia und dem mehr oder weniger vor sich hin dümpelnden Citizendium?
Citizendium tritt ja mit dem Anspruch an, “Enzyklopädie-würdige” Artikel erschaffen zu wollen. Der Ursprung liegt mehr in der Debatte um die Qualität der Artikel als der aktuellen Relevanzdebatte. In der Wikipedia war die Begeisterung über den “Konkurrenten” mit Fachanspruch eher gering, viele Stimmen gingen damals in die Richtung “Warum arbeiten die nicht lieber bei Wikipedia mit?” (aus der Erinnerung und meiner Sicht von außen).
Selbst wenn in der Wikipedia ein Umdenken einsetzen sollte und eine Spaltung vorgenommen wird, würden viele Autoren die jetzige Wikipedia als die neue Enzyklo-Pedia sehen. Sonst müsste man ja anerkennen, jahrelang für etwas gearbeitet zu haben, das sich letztlich nur zum weniger kompetenten Bruder entwickelt. Menschlich verständlich, aber vielleicht auch Ausdruck des Problems. Ihr eigenes Geltungsbedürfnis scheint bei einigen höher zu sein, als der Wille, Neulingen und Neuem eine Chance zu geben.
Hallo Frank,
diese zweigliedrige Wikipedia wäre auch heute schon mit Hilfe des
Versions-Management und einem Artikelstatus möglich:
– Jeder Artikel der neu hinzukommt oder geändert wird, erhält z.B. den Status “Draft”
– Artikel die die hohen Relevanz- und Qualitätskriterien entsprechen, könnten
mit dem Status “Enzyklo” geadelt werden.
Sobald eine Änderung erfolgt (neue Version), fällt dieser wieder auf “Draft” zurück.
Der Nutzer der Wikipedia könnte nun selbst entscheiden, ob er nun in der “Draft” oder
“Enzyklo”-Version recherchieren möchte.
Matthias: Wenn in diesem Umfeld Umfeld H2G-Anspielungen nicht mehr endlos durchdiskutiert werden können, wurde der CCC wohl heimlich von Gulli.com übernommen :-)
@slartan Ob du willst oder nicht, die Leute verlassen sich 100% auf Wikipedia: wer so erwas ableugent, hat keinerlei Realitätssinn bzw. steckt den Kopf in den Sand um die Realität nicht wahrzunehmen. Natürlich kann man dann auch ein großen Disclaimer drüber schreiben: “Alles was sie hier lesen ist erstunken und erlogen.” Nur ist das dann keine Enzyklopädie mehr sondern eine kostenlose Publikationsplattform für Hinz und Kunz. Fürt solchen Schwachsinn gebe ich keine Spendengelder aus.
@Jonobo Vielen Dank für deinen Vorschlag. Am besten es fangen die ganzen CCC-Skript Kiddies und die ganzen anderen Politpropagandisten damit an und arbeiten nur noch unter Klarnamen und ohne Sockenpuppen.
Am besten es fangen die ganzen CCC-Skript Kiddies und die ganzen anderen Politpropagandisten damit an und arbeiten nur noch unter Klarnamen und ohne Sockenpuppen.
Schriebs aus der Anonymität heraus und ward nicht mehr gesehn …
Dieses allerorten in der einen oder anderen Form vorgebrachte vermeintliche Argument mag ich echt nicht mehr hören:
“Ein ungepflegter Artikel ist besser als gar keiner. Lieber schlecht recherchierte, veraltete Informationen als überhaupt keine.”
Das ist ziemlicher Unsinn, schon die Art und Weise wie mittlerweile Massenmedien mit Inhalten befüllt werden zeigt, dass wahr wird was in der Wikipedia steht. Manchmal wird dabei Unfug entdeckt (wie bei dem Theater um die Vornamen von zu Guttenberg) vermutlich werden die meisten Fehler aber einfach übernommen und keiner merkts. Nicht zu vergessen die Massen von Schülern und Leuten, in deren Welt Twitter/Blogs/$persönliches_Netzlieblingsspielzeug_hier_eintragen keine tragende Rolle spielt, die alle die Wikipedia tatsächlich für ernsthafte Recherche benutzen.
Qualität ist eben nicht optional und die Wikipedia hat inzwischen, imho ungewollt, eine Verantwortung die größer ist, als Container für ein Szenegetränk mit anscheinend ziemlich beliebiger Zusammensetzung zu sein.
Ich habe kein großes Problem damit, wenn mehr randständige Inhalte ihren Weg in die Wikipedia finden. Aber dann sollen die Leute, die laut danach rufen sich auch klar machen, dass sie selbst diese Inhalte auf Jahre hinaus auch pflegen müssen. Und keiner soll mir kommen von wegen “die Community kann das ja noch ordentlich ausbauen”. “Die Community” sind nämlich auch bloß Leute die ihre Freizeit investieren und nicht zwingend einsehen müssen, warum sie jeden in der WP abgekippten Müll in einen lesbaren Artikel verwandeln sollen.
Ein Hinweis noch an die Befürworter der verschiedenen technischen Vorschläge: Die Arbeit geht eigentlich erst los, wenn der coole Technikkram fertig ist und Inhalte gepflegt, ergänzt, kategorisiert…usw werden müssen – werdet ihr dann noch da sein?
@justme:
Es steht auch unter jedem Bearbeitungsfenster “Das Kopieren und Einstellen urheberrechtlich geschützter Texte ist verboten”. Hält sich trotzdem keiner dran. Genauso wird es mit einem Hinweis “Nicht drauf verlassen, Wissen ungeprüft” passieren.
@Stefan:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es von Seiten der Wikipedia und ihrer Community keine Spaltung geben wird. Auch aus dem von dir genannten Grund. Wer ein “Iknklusionisten-Wiki”, eine “Tuttipedia” haben will, muss sie schon selbst eröffnen.
Nachdem dem Spamfilter vermutlich ein paar Sonderzeichen im Posting nicht gefallen haben, zweiter Versuch:
Dieses allerorten in der einen oder anderen Form vorgebrachte vermeintliche Argument mag ich echt nicht mehr hören:
“Ein ungepflegter Artikel ist besser als gar keiner. Lieber schlecht recherchierte, veraltete Informationen als überhaupt keine.”
Das ist ziemlicher Unsinn, schon die Art und Weise wie mittlerweile Massenmedien mit Inhalten befüllt werden zeigt, dass wahr wird was in der Wikipedia steht. Manchmal wird dabei Unfug entdeckt (wie bei dem Theater um die Vornamen von zu Guttenberg) vermutlich werden die meisten Fehler aber einfach übernommen und keiner merkts. Nicht zu vergessen die Massen von Schülern und Leuten, in deren Welt Twitter/Blogs/persönliches_Netzlieblingsspielzeug_hier_eintragen keine tragende Rolle spielt, die alle die Wikipedia tatsächlich für ernsthafte Recherche benutzen.
Qualität ist eben nicht optional und die Wikipedia hat inzwischen, imho ungewollt, eine Verantwortung die größer ist, als Container für ein Szenegetränk mit anscheinend ziemlich beliebiger Zusammensetzung zu sein.
Ich habe kein großes Problem damit, wenn mehr randständige Inhalte ihren Weg in die Wikipedia finden. Aber dann sollen die Leute, die laut danach rufen sich auch klar machen, dass sie selbst diese Inhalte auf Jahre hinaus auch pflegen müssen. Und keiner soll mir kommen von wegen “die Community kann das ja noch ordentlich ausbauen”. “Die Community” sind nämlich auch bloß Leute die ihre Freizeit investieren und nicht zwingend einsehen müssen, warum sie jeden in der WP abgekippten Müll in einen lesbaren Artikel verwandeln sollen.
Ein Hinweis noch an die Befürworter der verschiedenen technischen Vorschläge: Die Arbeit geht eigentlich erst los, wenn der coole Technikkram fertig ist und Inhalte gepflegt, ergänzt, kategorisiert…usw werden müssen – werdet ihr dann noch da sein?
Also ein großes “DON’T PANIC” könnte wirklich nicht schaden.
Vielleicht auf der Einstiegsseite für Administratoren?
[...] CCC-Mann Frank Rieger hat in der aktuellen Wikipedia-Debatte nun vorgeschlagen, die Wikipedia aufzuspalten in eine Version für (sinngemäß) Fundamentalisten, nicht ausgelastete Studienräte und [...]
“Die Frustration all derer, die das “Everyone can edit!” noch ernstnahmen”
Das ist sozusagen die Wikipedia-Version von Demokratie-Idealismus, dessen große Enttäuschung ja auch der Erkenntnis folgt, daß das gesamtgesellschaftlich behauptete “Jeder kann mitbestimmen” gar nicht stimmt. Aber warum nur? Vielleicht, weil Demokratie auch (immer noch) eine Herrschaftsform ist? Weil Warensubjekte gar nicht so frei sind, wie sie sich vorkommen (sollen)?
Die gesellschaftliche und globale Teilung in relevante und weniger bis irrelevante Menschen (deren Hungertod dann zum Beispiel nicht mehr unbedingt auffällt) reproduziert sich in der Schere zwischen Elite und dem Pöbel, zwischen Admins und dahergelaufenen Usern wie auch in der Trennung zwischen dem, was der herrschenden Mehrheit relevant, also nützlich und verwertbar, erscheint und dem, was diese Mehrheit in der Auffassung ihrer selbsternannten Repräsentanten für nicht relvant genug, nicht nützlich genug hält.
Von der Gesellschaft derer (bzw. aller) für relevant gehalten zu werden, die die Welt um sich herum wie auch ich selbst überwiegend danach beurteilen, was sie irgendwann auf dem Markt für einen Preis erzielen könnten, ist in eben dieser Gesellschaft natürlich unbestreitbar vorteilhaft, Irrelevanz gleicht einem sozialen Todesurteil.
Das würde sich indes wohl nur ändern, wenn eine Gesellschaft eingerichtet würde, die so grenzen- und uferlos wäre wie das riesige Speicheruniversum des Internet. Aber diese andere Gesellschaft wurde ja angeblich schon mal eingerichtet und allenthalben wird gerade das 20jährige Jubiläum ihres Zusammenbruchs auf eine Weise gefeiert, die vermuten läßt, viele halten und hielten diese Ruinen eines gescheiterten, verratenen und kontinuierlich niedergekämpften und bis zur Unkenntlichkeit entstellten Übergangsversuchs tatsächlich für den Kommunismus, als wäre der nicht daran zu erkennen, daß es keinen Staat, keine Klassen und keine Herrschaft mehr gibt.
Relevanzkriterien bis zum Kommunismus! Gegen jeden Anti-Adminismus!
Ich habe nie zu denen gehört, die mit 600 editierten Satzzeichen pro Jahr ihre Relevanz dem System und mit möglichst vielen LAs ihre Relevanz den “einfachen Usern” gegenüber demonstrieren müssen.
Ich schätze die englische WikiPedia – und würde mir deren Ansatz auch für de.wikipedia wünschen. Eine deutsche Wikipedia die den Anspruch hat, der deutsche Zweig des globalen Wikipedia-Projekts zu sein sollte auch genauso offen für gute Inhalte sein. Admins die das nicht verstehen sollten zu Citizendium, Wikiweise und in Kleinkrämer-Wikias abgeschoben werden.
Die Schieberegler von headpulse und die Admin-Anforderungen von Jonobo halte ich für die wichtigsten Änderungen des Ist-Zustands.
Bei de.Wikinews hat man in der Vergangenheit für akkreditierte Redakteure den Klarnamen und reale Kontaktdaten verlangt und bekommen, um einen realen Ansprechpartner für Fragen zu haben. Das wäre auch für die Admins, Bürokraten und Sysops nicht zuviel verlangt – und würde uns manche Admins ersparen auf die die Wikipedia ohnehin vermutlich besser dran wäre.
Aber ich fürchte bei der Wikipedia ist es wie beim Mindestlohn: Da weigert sich der Deutsche Michel auch, vom englischen Vorbild zu lernen und ihn einfach mal einzuführen – und dann schrittweise dorthin anzupassen wo er hin sollte.
Aus diesem Grunde wurde Wiki-Waste gegründet –
wo Artikel und Passagen ihre chance bekommen,
die sie bei der großen Wikipedia nicht mehr erhalten.
http://www.wiki-waste.de/
[...] Dazu gibt es auch noch jede Menge Hoffnung, und zwar HIER und HIER. [...]
Mir geht diese Relevanz-Debatte langsam auf die Nerven. Ich muss sagen, dass ich auch nicht wirklich zufrieden bin mit den Relevanzkriterien, doch viele Schlagen nur auf die WP:de ein, anstatt konstruktive Vorschläge zu machen – oder besser, selbst die Zügel in die Hand nehmen (und Admin werden). Ich finde diesen Blogpost hier aber durchaus spannend, da er tatsächlich zum Nachdenken anregt und eine theoretische Lösung aufzeigt (welche sich für mich aber mehr als Druckmittel anhört, aber könnte seinen Zweck erfüllen).
Ich muss sagen, dass ich immer öfter den bequemen Weg gehe: WP:de meiden und gleich auf WP:en. Gerade Themen zu Technik werden dort detaillierter behandelt – ohne Rücksicht auf Relevanz zu nehmen. Wenn mich ein Absatz “langweilt”, dann kann ich ihn ja überspringen. Oder auch detaillierte Beschreibungen zu einzelnen Folgen von TV-Serien finden dort auf einer separaten Seite ihren Space. Der Platz tut nicht weh, sind nur ein paar Byte (und keine verschwendete Buchseite). Wenn mich die detaillierte Beschreibung nicht interessiert, dann klick ich sie einfach nicht an – in der WP:de habe ich erst garnicht diese Möglichkeit.
@wikiwaste: Da bin ich aber froh, dass solch hochwertige Artikel dort ihre Ruhestätte finden: http://www.wiki-waste.de/index.php/K%C3%A4se_brot *SCNR*
@classless:
Ich würde deinen Kommentar gerne verstehen, schaffe es aber nicht. Wie passen Kommunismus und Relevanzkritieren zusammen? Aus deinem Beitrag geht eher hervor, dass Relevanzkriterien zur Unterdrückung führen. Was verstehe ich hier nicht?
Nee, die Relevanzkriterien bringen nicht die Unterdrückung hervor, eher andersrum. Was zum Beispiel daran zu erkenne wäre, daß du (vermutlich) relevanter bist als der Typ, der verhungert, weil er sich die durchaus vorhandenen Nahrungsmittel nicht kaufen kann. Der Relevanz von Menschen und Inhalten geht ihre gesellschaftliche Sortierung in nützlicher und weniger nützlich, in weiter oben und weiter unten auf der sozialen und globalen Leiter voraus. Und dann rauscht die Tautologie: du spielst keine Rolle, weil es auf dich nicht ankommt, was wiederum daran liegt, daß du zuwenig wert bist, weil aus dir nicht genug rauszuholen ist, weshalb auf dich auch keiner hört usw. usf.
@Wolfgang G. Wettach:
Wo hat die englische Wikipedia Klarnamenspflicht für Admins? Im Übrigen ist die ano- oder pseudonyme Mitarbeit auch eins der Grundprinzipein der Wikipedia. Wenn Klarnamenspflicht, dann für alle.
Und was bitte ist “der Ansatz der englischen Wikipedia”? Leute, habt ihr euch mal länger dort aufgehalten, als es dauert, den Artikel über irgendein Netzhype-Thema zu lesen? Nein, vermutlich nicht, denn sonst würde euch dort auch ein überbordender Bürokratismus, eine Elitarismus und die berühmte Adminwillkür auffallen. Die gibt es dort genauso oder gar wesentlich ausgeprägter als in der de:wp. Auch sind die Grabenkämpfe innerhalb der Community noch weitaus schmutziger. Aber da wird immer schön drüber hinweggesehen und nur auf die deutsche Wikipedia eingeschlagen. Das einzige, was die en:wp anders macht, ist die weitergehende Auslegung von “Was ist relevant für uns”. Ja, es ist nicht alles perfekt in de:wp. Aber die en:wp als glänzendes Vorbild hinzustellen, zeugt nur von einem: grenzenloser Ahnungslosigkeit.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Verein MOGiS, Justus erwähnt. Justus sagte: "Aber passieren muss etwas. Das deutsche Modell Endlöschung hat sich sichtlich nicht bewährt." #wikipedia http://bit.ly/2P75LL [...]
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Verein MOGiS und ochsenkuehn, Hans Brucker erwähnt. Hans Brucker sagte: @frank_rieger macht sich gute Gedanken zur Wikipedia Diskussion. http://j.mp/a6nQg – Ich habe kommentiert http://j.mp/3dG9WG [...]
[...] Meine 5 Pfennig (vermutlich Ost) zur Wikipedia-Debatte November 4th, 2009 Frank Rieger vom CCC spricht im Zusammenhang mit den aktuellen Edit Wars in der deutschen Wikipedia und den sie begleitenden [...]
nitpick: Die Britannica ist “mit wissenschaftlicher Zitierbarkeit geadelt”. Zugegeben eine Ausnahme.
[...] macht sich frank gedanken über eine aufsplittung von wikipedia in einen lexikon und einen trend/popkulturteil. find ich [...]
[...] Am [[Rubikon]] des Weltwissens [...]
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Stefan Rimm, Heinrich C. Kuhn erwähnt. Heinrich C. Kuhn sagte: nR: Interessante Lektüre zur Zukunft der de Wikipedia: http://bit.ly/3JColA [...]
An die Befürworter dees Vorschlages,
seid mutig und nutzt den Inkubator um euere Projektidee zu beantragen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Inkubator
Simple-english gibt es ja schließlich auch, es ist also nicht ausgeschlossen für eine Sprache mehrer Wikipedias zu haben. Man wird sehen was bei rauskommt. Das wäre jedenfalls der “offizielle Dienstweg” und momentan stehen die Karten doch gut, dass Ihr mehr Interessenten vorweisen könnt, als es
die obersorbische Wikipedia jemals haben wird. Andererseits befürchte ich halt das den Müllhaufen, wenn es den einer wird, kaum jemand aufräumen will. So bedarf es zumindestens eines Konzeptes um Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen ansonsten ist das Projekt der Wikimedia Foundation nicht zumutbar. Den Rest wird dann die Zukunft zeigen…
Hallo Frank, an der Passage über die Wikipedia-Software kann man die Gründe illustrieren, warum deine Kritik in der Wikipedia-Community wahrscheinlich nicht sonderlich ernst genommen werden wird:
“Die Software ist dringend überholungsbedürftig, und sie braucht ein User-Interface aus diesem Jahrtausend. Auch dafür braucht es Freiwillige, und zwar motivierte Freiwillige. Auf Dauer ist die Anzahl von Leuten, die bereit ist, Zeit und Herzblut in die Wartung und Expansion der Softwarebasis eines reinen Eliteprojektes (und so wird die derzeitige deutsche Wikipedia immer mehr empfunden) zu stecken, gering. Das zeigt sich auch darin, wie lange es dauert, bis selbst minimale Verbesserungen implementiert werden.”
Mediawiki ist die Softwarebasis von vielen hundert Projekten der Wikimedia Foundation, darunter auch die angeblich so liberale und inklusionistische englischsprachige Wikipedia. Das allein zeigt, wie abstrus die Behauptung ist, etwaige Mängel dieser Software würden von Löschentscheidungen deutscher Admins herrühren. Außerdem ist Mediawiki auch außerhalb von Wikimedia-Wikis wohl die verbreitetste Wiki-Sofware.
Zu “User-Interface aus diesem Jahrtausend”: In der Chaosradio-Sendung hast du Mediawiki noch als auf dem Stand von 2003 stehend bezeichnet, anscheinend ist die Software seit letzter Woche noch mindestens vier Jahre gealtert ;) Im Ernst: In puncto Usability ist deine Kritik noch am ehesten nachvollziehbar. Aber diese Probleme haben schon vor Jahren viele andere angesprochen und genauer beschrieben. Im Dezember 2008 hat eine US-Stiftung 890.000 Dollar für die Behebung genau solcher Probleme bereitgestellt (Titel der Pressemitteilung damals: “Wikipedia to become more user-friendly for new volunteer writers”), diesen Sommer gab es nochmals 300.000 Dollar von einer anderen Stiftung. Inzwischen hat die Wikimedia Foundation vier Vollzeit-Angestellte, die ausschließlich an der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit arbeiten.
All das scheinst du überhaupt nicht mitbekommen zu haben. Dabei handelt es nicht um obskure Interna – so hat Heise News beiden Spenden jeweils einen eigenen Artikel gewidmet; und seit Monaten steht ganz oben im User-Interface sowohl der deutschen als auch der englischen Wikipedia der Link auf die ersten Ergebnisse dieses Verbesserungsprojekts – jemand, der wiederholt weitreichende Urteile über die Entwicklung dieses Interfaces verbreitet, hätte darin ja wenigstens einmal auf “Try Beta” klicken können.
Dieses Wochenende veranstalten die Wikimedia Foundation und Wikimedia France in Paris ein Treffen mit mehr als 30 Teilnehmern zum Thema Multimedia-Usability von Mediawiki. CCC-Blogger wird man darunter vergeblich suchen, und ich glaube nicht, dass das Fehlen ihrer Ratschläge sich negativ auf die Ergebnisse auswirken wird.
Man sollte an dieser Stelle übrigens anmerken, dass die Usability-Probleme wohl sogar durch die Offenheit des Systems begünstigt wurden: Viele Dinge, die eigentlich in die Software gehören, wurden userseitig realisiert, durch Bots, Templates und Javascript-Gadgets, die Power-User für ihre Skins schreiben. (Beispiel, zu “Debattenmanagement “: Bei Diskussionsseiten wird das Fehlen einer vernünftigen Archivierung und einer automatischen Signatur inzwischen teilweise durch Archivier- und Signierbots kompensiert. In den nächsten Monaten soll das “LiquidThreads”-System aktiviert werden, das als ein Projekt im Rahmen von Googles “Summer of Code” begann, und solche Mängel behebt.) Solche Kludges lösen die Probleme zwar für Stammgäste, nehmen aber den Druck weg, eine auch newbie-freundliche Lösung direkt in Mediawiki zu implementieren.
Von Usability abgesehen ist unklar, was du mit “dringend überholungsbedürftig” meinst. Techies weltweit bewundern die Leistung, mit einem vergleichsweise zwergenhaften IT-Budget eine der meistgenutzten Websites überhaupt zu betreiben. Was du mit “heutigen Ansprüchen an webbasiertes Wissens- und Debattenmanagement” meinst, bleibt extrem vage. (Bitte nicht mit Abstimm-Features kommen, diese sind schon lange erwogen worden und gelten aus vielen Gründen als problematisch.)
“wie lange es dauert, bis selbst minimale Verbesserungen implementiert werden” – An was machst du dieses Urteil konkret fest? Hast du denn mal auf techblog.wikimedia.org, bugzilla.wikimedia.org, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Projektneuheiten oder der Mailingliste wikitech-l wenigstens ein bisschen mitgelesen? Es werden andauernd kleine Verbesserungen implementiert.
Das waren jetzt alles Anmerkungen zu den drei, vier Sätzen über die Software. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, warum deine darin formulierten Thesen auf jemanden, der mit der Materie ein bisschen vertraut ist, wenig fundiert wirken. (Fefe hingegen haben sie gleich so überzeugt, dass er sie – in seinem Hinweis auf dieses Blogposting – extra hervorhebt.) Ähnliches gilt für deine Annahmen, was für Arbeitsweisen oder Alternativprojekte machbar sind (“so einem einfachen Projekt”), aber das haben ja schon andere angemerkt.
Kritik von außen ist für Wikipedia wichtig, aber sie muss auch auf Fakten basieren, sonst wird sie zu Recht ignoriert. Ein häufiger Wikipedia-Leser ist durchaus in der Position, zu bemängeln, dass er viele gesuchte Artikel nur auf der englischen Wikipedia findet. Die Beschreibung eines Gelegenheitsautors, wie er nachweislich fachlich gute und wichtige Informationen nicht einbringen konnte, weil ihn die Admin-Bürokratie frustrierte, ist ernst zu nehmen. Aber mit weitreichenden Hypothesen, welche Alternativmodelle zur jetzigen Wikipedia funktionieren würden, sollte man sich zurückhalten, wenn man sich nicht mal eine Weile selbst mit den Problemen herumgeschlagen hat, die Anlass für die jetzigen Restriktionen waren, oder eine solche Community wenigstens eingehend studiert und ihre Entwicklung längere Zeit verfolgt hat (wie es Torsten tut, als einer der wenigen professionellen Schreiber über Wikipedia).
[...] Berliner Chaos Computer Clubs, des Themas angenommen und einen Wikipedia-Administratoren und einen Blogger gemeinsam diskutieren [...]
[...] zur Wikipedia-Debatte November 4th, 2009 publié par classless via classless Frank Rieger vom CCC spricht im Zusammenhang mit den aktuellen Edit Wars in der deutschen Wikipedia und den sie begleitenden [...]
Also, das ist doch! EIN FORK????? Das, das gibts ja garnicht!! Unerhört!!! Quellen??? Ich habe 9765 edits, ein skuriles Foto auf meiner Benutzerseite, und meine Benutzerdiskussion leere ich täglich, damit niemand die Beschwerden sehen kann!!! Ich hab 58 Adminfreunde, die mich immer wieder wählen!!! Was wollt ihr mir hier erzählen!!! Das ist doch, das ist doch die Höhe, völlig irrelevant ist das! Ihr seid nur Selbstdarsteller und Blogger!!! Also, euch melde ich jetzt gleich alle als Vandalen bei WP:VM!! Sperren muss man euch!!! WP:BNS und WP:KPA!!!! Das ihrs nur wisst!! Assume good faith und sei mutig!!! Mit euch würde ich nie beim Wikipediastammtisch anstoßen!! Wikipedia ist schließlich eine Enzyklopädie!!! Wartet nur, bis Eingangskontrolle und Weißbier hier auftauche!! Felix Stember twitter ich jetzt auch gleich was, na der wird euch was husten!!!! ”’Löschen”’! ””LÖSCHEN”’!!! Argh.
{SLA} –~~~~
Wer auch immer vorschlägt, eine FreeStyle-”Alles darf von jedem rein”-opedia zu machen oder -schlimmer noch- die WP selbst zu einer solchen zu machen, sollte sich zuvor gründlich mit dem Schicksal von wikiwiki.de beschäftigen. Die haben bis 2006 genau das versucht, Resümee: Projekt seitdem read-only. Experiment gescheitert.
[...] Andere Eindrücke und Meinungen (bitte gerne in den Kommentaren ergänzen): jfenn beim freitag Markus Kompa Simon Columbus bei gulli Fefe Frank [...]
[...] Relevanz(?) in der Diskussion(?) Frank Rieger war bei der Wikimedia-Veranstaltung “Relevanz in der [...]
[...] Linktipps 08:28 John F. Nebel war mit Lou Canova @muentefering. Behauptet er zumindest. 17:45 Frank Rieger war bei der Wikimedia-Veranstaltung “Relevanz in der Diskussion” 24:28 Jeriko One druckt das Internet aus 33:06 Sebastian [...]
[...] #Wikipedia-Diskussion: konkretere Vision aufgeschrieben: Am [[Rubikon]] des Weltwissens http://frank.geekheim.de/?p=574 [...]
(bereits am Donnerstag mittag gepostet und offenbar bis heute im Spamfilter hängengeblieben, neuer Versuch)
Hallo Frank, an der Passage über die Wikipedia-Software kann man die Gründe illustrieren, warum deine Kritik in der Wikipedia-Community wahrscheinlich nicht sonderlich ernst genommen werden wird:
“Die Software ist dringend überholungsbedürftig, und sie braucht ein User-Interface aus diesem Jahrtausend. Auch dafür braucht es Freiwillige, und zwar motivierte Freiwillige. Auf Dauer ist die Anzahl von Leuten, die bereit ist, Zeit und Herzblut in die Wartung und Expansion der Softwarebasis eines reinen Eliteprojektes (und so wird die derzeitige deutsche Wikipedia immer mehr empfunden) zu stecken, gering. Das zeigt sich auch darin, wie lange es dauert, bis selbst minimale Verbesserungen implementiert werden.”
Mediawiki ist die Softwarebasis von vielen hundert Projekten der Wikimedia Foundation, darunter auch die angeblich so liberale und inklusionistische englischsprachige Wikipedia. Das allein zeigt, wie abstrus die Behauptung ist, etwaige Mängel dieser Software würden von Löschentscheidungen deutscher Admins herrühren. Außerdem ist Mediawiki auch außerhalb von Wikimedia-Wikis wohl die verbreitetste Wiki-Sofware.
Zu “User-Interface aus diesem Jahrtausend”: In der Chaosradio-Sendung hast du Mediawiki noch als auf dem Stand von 2003 stehend bezeichnet, anscheinend ist die Software seit letzter Woche noch mindestens vier Jahre gealtert ;) Im Ernst: In puncto Usability ist deine Kritik noch am ehesten nachvollziehbar. Aber diese Probleme haben schon vor Jahren viele andere angesprochen und genauer beschrieben. Im Dezember 2008 hat eine US-Stiftung 890.000 Dollar für die Behebung genau solcher Probleme bereitgestellt (Titel der Pressemitteilung damals: “Wikipedia to become more user-friendly for new volunteer writers”), diesen Sommer gab es nochmals 300.000 Dollar von einer anderen Stiftung. Inzwischen hat die Wikimedia Foundation vier Vollzeit-Angestellte, die ausschließlich an der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit arbeiten.
All das scheinst du überhaupt nicht mitbekommen zu haben. Dabei handelt es nicht um obskure Interna – so hat Heise News beiden Spenden jeweils einen eigenen Artikel gewidmet; und seit Monaten steht ganz oben im User-Interface sowohl der deutschen als auch der englischen Wikipedia der Link auf die ersten Ergebnisse dieses Verbesserungsprojekts – jemand, der wiederholt weitreichende Urteile über die Entwicklung dieses Interfaces verbreitet, hätte darin ja wenigstens einmal auf “Try Beta” klicken können.
Dieses Wochenende veranstalten die Wikimedia Foundation und Wikimedia France in Paris ein Treffen mit mehr als 30 Teilnehmern zum Thema Multimedia-Usability von Mediawiki. CCC-Blogger wird man darunter vergeblich suchen, und ich glaube nicht, dass das Fehlen ihrer Ratschläge sich negativ auf die Ergebnisse auswirken wird.
Man sollte an dieser Stelle übrigens anmerken, dass die Usability-Probleme wohl sogar durch die Offenheit des Systems begünstigt wurden: Viele Dinge, die eigentlich in die Software gehören, wurden userseitig realisiert, durch Bots, Templates und Javascript-Gadgets, die Power-User für ihre Skins schreiben. (Beispiel, zu “Debattenmanagement “: Bei Diskussionsseiten wird das Fehlen einer vernünftigen Archivierung und einer automatischen Signatur inzwischen teilweise durch Archivier- und Signierbots kompensiert. In den nächsten Monaten soll das “LiquidThreads”-System aktiviert werden, das als ein Projekt im Rahmen von Googles “Summer of Code” begann, und solche Mängel behebt.) Solche Kludges lösen die Probleme zwar für Stammgäste, nehmen aber den Druck weg, eine auch newbie-freundliche Lösung direkt in Mediawiki zu implementieren.
Von Usability abgesehen ist unklar, was du mit “dringend überholungsbedürftig” meinst. Techies weltweit bewundern die Leistung, mit einem vergleichsweise zwergenhaften IT-Budget eine der meistgenutzten Websites überhaupt zu betreiben. Was du mit “heutigen Ansprüchen an webbasiertes Wissens- und Debattenmanagement” meinst, bleibt extrem vage. (Bitte nicht mit Abstimm-Features kommen, diese sind schon lange erwogen worden und gelten aus vielen Gründen als problematisch.)
“wie lange es dauert, bis selbst minimale Verbesserungen implementiert werden” – An was machst du dieses Urteil konkret fest? Hast du denn mal auf techblog.wikimedia.org, bugzilla.wikimedia.org, http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Projektneuheiten oder der Mailingliste wikitech-l wenigstens ein bisschen mitgelesen? Es werden andauernd kleine Verbesserungen implementiert.
Das waren jetzt alles Anmerkungen zu den drei, vier Sätzen über die Software. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, warum deine darin formulierten Thesen auf jemanden, der mit der Materie ein bisschen vertraut ist, wenig fundiert wirken. (Fefe hingegen haben sie gleich so überzeugt, dass er sie – in seinem Hinweis auf dieses Blogposting – extra hervorhebt.) Ähnliches gilt für deine Annahmen, was für Arbeitsweisen oder Alternativprojekte machbar sind (“so einem einfachen Projekt”), aber das haben ja schon andere angemerkt.
Kritik von außen ist für Wikipedia wichtig, aber sie muss auch auf Fakten basieren, sonst wird sie zu Recht ignoriert. Ein häufiger Wikipedia-Leser ist durchaus in der Position, zu bemängeln, dass er viele gesuchte Artikel nur auf der englischen Wikipedia findet. Die Beschreibung eines Gelegenheitsautors, wie er nachweislich fachlich gute und wichtige Informationen nicht einbringen konnte, weil ihn die Admin-Bürokratie frustrierte, ist ernst zu nehmen. Aber mit weitreichenden Hypothesen, welche Alternativmodelle zur jetzigen Wikipedia funktionieren würden, sollte man sich zurückhalten, wenn man sich nicht mal eine Weile selbst mit den Problemen herumgeschlagen hat, die Anlass für die jetzigen Restriktionen waren, oder eine solche Community wenigstens eingehend studiert und ihre Entwicklung längere Zeit verfolgt hat (wie es Torsten tut, als einer der wenigen professionellen Schreiber über Wikipedia).